Wie Selbstwertgefühl entsteht

Wie ist es um dein Selbstwertgefühl bestellt? Schwankt es stark oder ist es recht stabil, unabhängig davon, was um dich herum passiert? Jeder von uns hat so eine Art Grundgefühl, was unseren Selbstwert betrifft; kleine Schwankungen sind dabei völlig normal. Dieses Grundgefühl entsteht maßgeblich in unserer Kindheit und begleitet uns - sofern wir nicht aktiv daran arbeiten - unser ganzes Leben lang.

 

Ab dem Tag unserer Geburt lernen wir täglich dazu, dabei sind die engsten Bezugspersonen in unserer Kindheit besonders prägend. Alles was unsere Eltern oder andere Bezugspersonen ausstrahlen, sagen oder tun hat eine Auswirkung auf unsere Entwicklung. Hatten wir das Glück, heitere, zufriedene Eltern zu haben, so wurde unser Gehirn entsprechend geprägt.

 

Denn unser Gehirn verfügt über Spiegelneurone, die das, was wir sehen und hören in uns spiegeln und entsprechende Nervenzellen anlegen. Natürlich können die Spiegelneurone nur spiegeln, was da ist: Traurigkeit, Wut, Heiterkeit, Fröhlichkeit, etc. Je häufiger etwas gespiegelt wird, desto fester wird sie im Gehirn verankert. Kinder lernen also sozusagen durch Nachahmung. 

 

 

Natürlich spielen viele weitere Faktoren eine Rolle: Wie wurde mit mir als Kind kommuniziert? Wertschätzend oder abwertend? Wurde ich "gesehen" oder oft "übersehen"? Wurden meine Wünsche und Bedürfnisse respektiert? War Leistung ein wichtiges Thema im Elternhaus oder wurde ich geliebt, einfach weil ich da war? Welche Erwartungen hatten meine Eltern an mein Leben? Wollten sie, dass ich einen bestimmten Beruf erlerne, dass ich heirate, eine Familie gründe? Wollten sie, dass ich einfach nur glücklich sein sollte? Egal welche Art von Erwartungen (ausgesprochen oder auch nicht) die Eltern hatten oder haben - hast du diese erfüllt? Und natürlich haben wir in Kindheit und Jugend auch Erfahrungen außerhalb des Elternhauses gesammelt, die eine prägende Wirkung hatten.

 

Du kannst dir dein Selbstwertgefühl vorstellen, wie einen großen Topf. Je nachdem, mit welchen Zutaten der Topf gefüllt wurde, so ist heute dein Grundgefühl bzgl. deines Selbstwertes. Dieses Grundgefühl sorgt dafür, wie wir uns und die Welt sehen; also ob wir mit der rosaroten Brille durchs Leben gehen oder die Welt in Grautönen sehen.  

 

Falls dein Selbstwertgefühl eher gering ist, kommt hier die gute Nachricht für dich: Es ist nie zu spät, daran etwas zu ändern. Die Neuroplastizität unseres Gehirns ermöglicht es, durch Veränderungen in unserem Denken und Verhalten auch die Anzahl und Stärke der Nervenzellen und deren Vernetzungen in unserem Gehirn zu verändern. 

 

Die Veränderung für mehr Selbstwert kannst du gestalten, in dem du zum Beispiel deine Glaubenssätze bearbeitest, Übungen zum Perspektivwechsel machst (z. B. Aufstellungsarbeit), mehr Selbstfürsorge für Körper, Geist und Seele betreibst und mit deinem inneren Kind arbeitest. Welche Schritte für dich geeignet sind, hängt von deiner individuellen Situation ab. Höre in dich hinein, was glaubst du, welche dieser Punkte bei dir einer Veränderung bedürfen? 

 

Ich wünsche dir viel Erfolg!

Nadja Hohler

Coaching für einen starken Selbstwert

 

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