Quellen für einen starken Selbstwert

Die Basis für unser Selbstwertgefühl wird in der Kindheit gelegt. Je nachdem, wie viel Zuneigung, Aufmerksamkeit, Liebe und Entfaltungsmöglichkeiten wir erhalten haben, starten wir mit einem guten oder weniger guten Selbstwertgefühl in unser Erwachsenenleben. Waren die Voraussetzungen in der Kindheit vielleicht nicht optimal, so bringt es nichts, sich sein Leben lang darüber zu beklagen. Vielmehr gilt "If you change nothing, nothing will change" (Wenn du nichts veränderst, wird sich nichts verändern.)

 

Wie also können wir dafür sorgen, dass unser Selbstwertgefühl stark und stabil ist? Hier unterscheide ich in innere und äußere Quellen, denn da liegt der Schlüssel zum Erfolg. Denn gerade Menschen mit einem weniger starken Selbstwertgefühl bemühen sich häufig, dieses Defizit mit äußeren Quellen zu kompensieren. Da wird Perfektionismus betrieben, es berufliche oder sportliche Erfolge angestrebt, an der Karriere gebastelt, das Äußere gepflegt und gehegt - alles für die Anerkennung von anderen und endlich mal ein Lob von Mama und Papa. Versteht mich nicht falsch: es spricht nichts gegen eine Karriere, Erfolg oder ein gepflegtes, attraktives Äußeres. Nur zur Kompensation eines schwachen Selbstwertgefühls sind diese eben nicht geeignet. Eine Anerkennung vom Chef, der Freundin oder den Eltern führt zu einem kurzen Hochgefühl, danach geht es aber schnell wieder bergab. Bestätigung von Außen wirkt wie eine Schmerztablette. Nach einiger Zeit lässt die Wirkung nach und der Schmerz kehrt zurück. 

 

Nicht umsonst fallen viele erfolgreiche Menschen in ein tiefes Loch, wenn sie in Rente gehen oder gar eine Kündigung erhalten. Oder wenn durch Erkrankungen die sportlichen Erfolge nicht mehr möglich sind. Oder man einfach älter wird und man dies dem Körper und Gesicht auch ansieht. 

 

Selbstwertgefühl kann nur von innen heraus aufgebaut und stabilisiert werden; durch Selbstliebe, Selbstfürsorge, Selbstachtung. 

 

Übung zur Erhöhung des Selbstwertgefühls:

Achte darauf, wie oft du schlecht über dich denkst oder sprichst, also deine negativen Glaubenssätze. Dabei ist es völlig irrelevant, ob du etwas "im Spaß" oder ernst über die sagst. Das Unbewusste kann nicht unterscheiden, ob dein Satz ernst gemeint ist oder nicht. 

Jedes Mal, wenn du dich selbst kritisierst, mit dir schimpfst, denkst du seist nicht gut genug, dann notiere es dir in einer Strichliste. Im Laufe der Zeit sollte die Anzahl zurück gehen. Versuche, deine negativen Gedanken durch positive zu ersetzen, auch Affirmationen genannt. Dabei funktioniert es in der Regel nicht, den negativen Glaubenssatz einfach ins Gegenteil umzuformulieren.

 

Beispiel: Wenn du bisher gedacht hast "Ich bin zu dick und deshalb nicht liebenswert", nutzt es nichts zu sagen "Ich habe eine tolle Figur", denn das hört sich für dich zurzeit nicht stimmig an. Stattdessen kannst du sagen "Mein Selbstwert hängt nicht von meiner Figur ab; ich bin wertvoll, egal wie viel ich wiege."

 

Ich wünsche dir viel Erfolg!

Nadja Hohler

Coaching für einen starken Selbstwert

 

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