Gedanken, die deinen Selbstwert stärken!

Stell dir vor, du musst nächste Woche einen Vortrag halten. Die Zahl der Zuhörer wird groß sein - noch nie hast du vor so vielen Menschen gesprochen. Du bist nervös und hast Angst zu versagen. Du kannst nun diese Angst manifestieren, in dem du dir nur häufig genug sagst "Das schaffe ich nicht", "Ich werde mich blamieren und alle werden über mich lachen", "Ich werde keinen Ton herausbekommen". Damit richtest du deine Aufmerksamkeit - und damit gleichzeitig deine gesamte Energie - auf dein Versagen.  Die Wahrscheinlichkeit, dass du dich nicht auf die Vorbereitung konzentrieren kannst oder der Vortrag tatsächlich nicht so gut läuft, steigt!

 

Oder nehmen wir einen Golfspieler, der seinen nächsten Schlag am See vorbei aufs Grün und keinesfalls ins Wasser spielen möchte. Wenn der Gedanke dabei ist "nicht in den See spielen, nicht in den See spielen", dann landet der Ball oftmals genau dort: im See! Denn: 


"Where attention goes engery flows!" 
(Wohin die Aufmerksamkeit geht, fließt Energie!)

 

Bei vielen alltäglichen Dingen machen wir intuitiv das: wir richten unsere Aufmerksamkeit auf das, was wir erreichen wollen. Denke doch mal ans Auto- oder Skifahren! Wohin schaust du? Richtest du deinen Blick auf den Weg, den du nehmen willst oder konzentrierst du dich beim Fahren auf die Leitplanke bzw. den Abgrund links oder rechts neben dir? Wir schauen dorthin, wo wir hinwollen!

 

Was bedeutet dies für deine Gedanken über dich? Ein paar Beispiele:

  • Wenn du glaubst, dass deine Nase etwas zu groß ist, wird du den Fokus im Spiegelbild auf deiner Nase liegen. Deine schönen Augen oder Haare wirst du kaum wahrnehmen. Du wirst deine Schönheit ausschließlich an der Größe deiner Nase festmachen - und dich unattraktiv fühlen. 
  • Wenn du glaubst, du bist nicht so intelligent wie deine Kollegen, dann wirst du deine Aufmerksamkeit auf das richten, was anderen gelingt, was sie Tolles sagen, auf ihre Erfolge. Du wirst vermutlich nicht bemerken, dass diese Personen auch Fehler machen, dass sie vielleicht tolle analytische Fähigkeiten haben, aber weit weg sind von deinen planerischen Fähigkeiten? Du wirst dir nicht bewusst machen, welche tollen Fähigkeiten du hast, sondern deinen vermeintlichen Wert ausschließlich an deiner Interpretation von Intelligenz bewerten - und dich minderwertig fühlen. 

Es ist also sinnvoll, sich die eigenen Gedanken und Überzeugungen über sich selbst bewusst zu machen und zu prüfen, ob diese dich voranbringen, glücklich und zufrieden machen. Denn die gute Nachricht ist: solche Gedanken - sogenannte Glaubenssätze - über uns und andere können wir ändern! Dabei ist es allerdings nicht zielführend die bisherigen Glaubenssätze einfach umzudrehen. Also statt deiner jahrelangen Gedanken "Ich bin dumm" ab heute zu denken "Ich bin intelligent". Das glaubst du dir selbst nicht und es wird keine Wirkung haben. Vielmehr ist das Ziel, die Gedanken dahingehend zu verändern, dass du mehr Energie auf die positive Dinge lenkst. Also zum Beispiel, die Intelligenz in Bereiche aufzuschlüsseln und sich zu sagen: "Meine analytischen Fähigkeiten sind durchschnittlich und das ist ok. Meine Stärken liegen in der Planung von Projekten, da bin ich spitze!" Na, hört sich das nicht gleich viel besser an? Und damit steigt auch automatisch dein Selbstwertgefühl!

 

Wichtig ist, dass sich deine neuen Gedanken für dich stimmig anfühlen. Es kann sein, dass sie dir anfänglich ungewohnt erscheinen, das ist normal. Wenn sie sich jedoch unglaubwürdig oder falsch anfühlen, dann solltest du sie noch einmal umformulieren. Und dann: üben, üben, üben. Die neuen Glaubenssätze müssen sich in deinem Gehirn etablieren und vernetzen. Daher am besten Merker in der Wohnung und am Arbeitsplatz verteilen. Wenn du die Botschaft nicht offenbaren willst, dann kannst du dir ein Symbol ausdenken, dass für deinen neuen Glaubenssatz steht und dir das an verschiedene Stellen (Hintergrundbild, Sperrbildschirm, Notiz am Badezimmerspiegel usw.) verteilen!

 

Viel Erfolg und 

herzliche Grüße

Nadja Hohler

Coach für ein starkes Selbst

 

 

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